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Ratgeber: Wohngesundheit - Teil 2 - Belastungen und Maßnahmen

Mit unserem zweiten Teil für Wohngesundheit möchten wir Ihnen einen hilfreichen Einblick auf die chemischen Belastungsquellen und -stoffe ermöglichen. Somit werden Sie in der Lage sein fundiertere Entscheidungen bei Ihrer Kaufabsicht zu treffen und Rücksicht auf Ihre Gesundheit zu nehmen. Empfehlungen aus unserem Sortiment finden Sie in den jeweiligen Kapiteln angehangen.

In Wohngesundheit Teil 1 - gesundheitliche Risiken wird Ihnen eine Einführung in das Thema Wohngesundheit geboten. Dabei zeigen Ihnen die Risiken, wieso Baubiologen, Mediziner und weitere Fachkräfte sich um eine gewissenhaften Analyse der Zusammenhänge bemühen. Hiermit bauen wir darauf auf, um folgende Fragen beantworten zu können:

  • Welche Baustoffe beinhalten welche kritischen Inhaltsstoffe?
  • Welche Baustoffe erfüllen im welchen Maß die Anforderungen an ein wohngesundes Umfeld?

Gesund wohnen durch Bewusstein für Chemie

Hier finden sich nochmals die schon im ersten Teil aufgeführten Auflistungen vor. Zugleich dienen diese Auflistungen auch als Inhaltsverzeichnis. In jedem Unterkapitel können Sie mit der "-zurück-"-Funktion schnell den Ratgeber bedienen. Zuerst folgend die Unterkapitel Herstellerbezeichnungen und Innenraumschadstoffen, sodass sie einen nahezu vollständigen Ratgeber zum Nachschlagen haben.

Gesund wohnen - Zu betrachtende Baustoffe

Gesund wohnen - Problematische, chemische Substanzen (Beispiele)

Gesund wohnen - In welchem Material findet sich welcher Schadstoff?

Diese Tabelle soll Ihnen einen einfachen und schnellen Überblick verschaffen. Näheres zu den flüchtigen, organischen Verbindungen unter Lösemittel.

MaterialFreigesetzte,flüchtige, organische Verbindungen (VOC, SVOC)
Nadelholz Terpene, Essigsäure, Formaldehyd und andere Aldehyde
Laubholz Essigsäure und weitere Carbonsäuren
Holzwerkstoffe Formaldehyd, Hexanal und andere Aldehyde, Essigsäure
Lacke / Farben Lösemittel (Ester, Ether, Ketone, Kohlenwasserstoffe), Hochsieder, Weichmacher, Aldehyde (aus Naturharzölfarben)
Wachse Aldehyde aus trocknenden Ölen, Lösemittel, teilweise Terpene als Lösemittel

Gesund wohnen - Diese Herstellerbezeichnungen helfen Ihnen weiter!

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Folgende Beschreibungen können für Sie hilfreich sein, um das Produkt des Herstellers in Anbetracht dessen Umwelteinflusses besser zuordnen zu können:

  • weichmacherfrei
  • konservierungsmittelfrei
  • ohne Biozide
  • aromatenfrei
  • emissionsfrei / -arm
  • lösemittelfrei
  • allergikerfreundlich

Innenraumschadstoffe als Orientierung für Wohngesundheit

Auch wenn dieser Fachbegriff gerne der physikalischen Beeinträchtigung zugeordnet wird, so entspringen alle vorfindbaren Schadstoffe aus verwendeten Produkten. Deswegen sollten Sie darüber informiert sein, um mit dem Begriff etwas anfangen zu können. Für die Ermittlung von Innenraumschadstoffen von Baustoffen, Alltagschemikalien und Innenausstattung sind Laboruntersuchungen notwendig. Die Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) des Umweltbundesamtes und die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbe- hörden haben einige Innenraumschadstoff-Richtwerte ausgearbeitet. Diese sind im rechtlichen Sinne nicht verbindlich. Trotzdem haben diese für die Praxis eine große Bedeutung erlangt. -zurück-

Wie wohngesund sind Dichtmassen, Silikone und Klebstoffe

Bislang sind bei diesen Baustoffen eindeutige Informationen bezüglich der Inhaltsstoffe schwer von den Herstellern erhältlich. Wie sehen die Einzelemissionen aus? Sind Weichmacher und Flammschutzmittel enthalten? Beispielsweise beinhalten einige dieser Produkte Butanonoxim. Dieser Stoff ist als krebserregend eingestuft worden. -zurück-

Wohngesunde Dichtstoffe bei Malerversand:

Wohngesunde Klebstoffe bei Malerversand:

Lösemittelmenge verringern - Eine wohngesunde Maßnahme

Hersteller für Lacke, Lasuren und Farben haben vor einigen Jahren die neue VOC-Richtlinie berücksichtigt und neue Lacke hergestellt. Diese verwenden weniger schnell flüchtige Verbindungen (VOC), welche als gesundheitsbeeinträchtigend klassifiziert wurden. Wasserbasierte Lacke sowie High Solid Lacke sind Beispiele für die Bemühungen der Hersteller umweltschonendere und gesündere Produkte zu entwickeln. Der Begriff VOC-Lack hat sich als neue Bezeichnung aus dieser Maßnahme entwickelt. Wandfarben mit der Kennung RAL-UZ 102 des Blauen Engels und Lacke mit der Kennung RAL-UZ 12a sind besonders emissionsarme Anstrichmittel. Die europäische Richtlinie zur Begrenzung von organischen Lösemittel in bestimmten Farben und Lacken ("Decopaint-Richtlinie") wird hiermit berücksichtigt. Diese umweltschonenderen Anstrichmittel gibt es für unterschiedlichste Anwendungsfälle wie z. B. Treppen, Fenster und Heizkörper. Die verschiedenen Lackvarianten eignen sich auch für unterschiedliche Untergründe wie Holz, Metall sowie Kunststoff. -zurück-

Wohngesunde High Solid Lacke bzw. Farben bei Malerversand:

Wohngesunde, wasserbasierte Lacke bei Malerversand:

Wesentliches über Wandfarben für das gesunde Wohnen

Nach Einschätzungen von Baubiologen bekommen bislang mineralische Wandfarben wie Silikat-, Kalk- sowie Lehm- und Leimfarben die beste Bewertung zum gesund Wohnen. Kaseinfarben zählen ebenfalls dazu. Dispersions- und Latexfarben werden durch Ihre Zusammensetzung als bedenklicher eingeschätzt. Hierbei sind Prüfsiegel sehr hilfreich, denn schadstofffrei bzw. emissionsfreie Dispersions- und Latexfarben werden von einigen Herstellern angeboten. Dabei dürfen Grundiermittel nicht vergessen werden. Sie sollten bei der bewussten Auswahl Ihrer wohngesunden Wandfarbe nicht mit einer von Zusätzen versehenen Grundierung entgegenwirken. -zurück-

Wohngesunde Wandfarben bei Malerversand:

Wohngesunde Außenwandfarben bei Malerversand:

Wohngesunde Grundiermittel bei Malerversand

Gesund wohnen mit Innenwandputze

Auch bei Putzen werden mineralische Varianten von Baubiologen bevorzugt. Für das gesunde Wohnen zeichnen sich Lehmputze, Kalkputze sowie Luftkalk / Stumpfkalkputze besonders gut aus. Kalkzementputze wiederum gehören aufgrund des vorhandenen Zements nicht zu dieser Kategorie. -zurück-

Welche Bodenbeläge kommen für das gesunde Wohnen in Frage

Hervorstechend sind Natursteinböden, Fliesen und Parkettböden, insofern der Werdegang des Holzes bekannt ist. Bedenken entstehen stets bei behandelten Hölzern. Dieser Problematik ist der Verbraucher bei Laminatböden ausgesetzt. PVC- / Vinyl-Bodenbeläge, als auch Kunstfaser-Teppichböden müssen wieder auf ausgasende Inhaltstoffe untersucht werden. Bei Letzteren besteht auch eine Belastung der Atemwege durch sich lösende Kunstfasern. -zurück-

Sind Tapeten wohngesund?

Je nach Tapetenart werden unterschiedliche Risiken betrachtet. Die klassischen Papier- und Rauhfasertapeten birgen das Riskio des Schimmelbefalls. Bei den richtigen Umgebungsbedingungen bietet die Zellulosebasis einen idealen Nährboden. Rauhfasertapeten, welche ohne Kunstharzkleber hergestellt werden, sind emissionsfrei und somit wohngesünder. Schaum- und Vinyltapeten müssen aufgrund ihrer synthetischen Bestandteile und potentiellen Zusatzstoffe auf Ausgasungen kontrolliert werden. Die Gefahr des Schimmelbefalls ist nicht gegeben. Glasfasertapeten wiederum stehen bei der Anbringung in der Kritik gefährliche Glasfasern freizusetzen. Ansonsten bieten sie einerseits keinen Nährboden für Schimmelbefall und sind andererseits brandhemmend B1 (schwer entflammbar nach DIN 4102). Im Brandfall können keine Giftgase entstehen, da toxische Zusätze nicht verwendet werden. Nach dem Überstreichen werden die Glasfasern nochmals besser gebunden.

Grundsätzlich ist beim Tapezieren auf die Kleisterzusammenstellung zu achten. Hier besteht verständlicherweise ebenfalls die Gefahr des Ausgasens von unerwünschten Inhaltsstoffen. -zurück-

Wohngesunde Kleister bei Malerversand:

Können Holzwerkstoffplatten zum gesund Wohnen verwendet werden

Einerseits finden sich bislang noch käufliche Holzwerkstoffplatten mit erhöhten Formaldehydwerten, doch zugleich weisen einige kritisch hohe Terpen- und Aldehydwerte auf! Bedauerlicherweise sind durch untersuchte Reklamation auch einige Gütesiegel in Kritik geraten. Jene haben in Bezug auf diese Produktart kritische Ausgasungswerte übersehen. Hierbei handelte es sich um die sogenanten VOCs und die Bezeichnung emissionsarm ist nicht als erfüllt zu betrachten. -zurück-

Sind Recylingprodukte grundsätzlich wohngesund?

Natürlich sind für die Ressourcenschonung Recycling-Verfahren zwingend notwendig, um unsere Umwelt zu entlasten. In Bezug auf Wohngesundheit sind große Bedenken von Baubiologen geäußert worden. Der Hauptgedanke ist folgender: wenn wir nicht genau wussten was in den Produkten für Inhaltsstoffe verwendet wurden, wie sollen Gefahrstoffe bei Recycling-Produkten ausgeschlossen werden können. Untersuchungen haben Vermutungen bestätigt, dass ungewollte Stoffe auffindbar sind. Zum Beispiel weisen Recycling-Kunststoff-Produkte wie PE-Folien unerwünschte Zusatzstoffe wie Weichmacher auf. Bei mehreren Forschungsprojekten wurden bei Recyclingzellulose bedenkliche Belastungen nachgewiesen. Zu den Stoffen gehören Konservierungsstoffe, Schwermetalle, Weichmacher, Benzole und viele weitere Stoffe. -zurück-

Gesund wohnen und Zusatzstoffe - Die Weichmacher

Diese Art von Additiven - Zusatzstoffen - ist in sehr vielen Produkten vorzufinden. Dazu gehören Kunststoffprodukte aller Art, Putze, Farben sowie unzählige weitere. Auch in Farben, Lacken und sogar Putzen finden Weichmacher Anwendung. Bedauerlicherweise weisen technische Merkblätter und Sicherheitsblätter nicht zwingend eine ausführliche Auflistung auf. -zurück-

Gesund wohnen und Zusatzstoffe - Die Konservierungsstoffe

Konservierungsstoffe sind ebenfalls oft in Anwendung bei Bauprodukten, wie z. B. Anstrichmittel und Putze. Dabei werden auch nicht definierte Sammelbegriffe wie "Additive" bzw. "Konservierungsstoffe" selbst verwendet, wodurch keine weiterreichenden Kenntnisse gewonnen werden können. Selbst "Ökofarben" / Lasuren führen immer wieder zu Raumluftbelastungen. Butanonoxim ist mit dem Allergie fördernden Isothiazolinon oft unter diesen Begriffen angesprochen. -zurück-

Gesund wohnen und Zusatzstoffe - Die Flammschutzmittel

Auch wenn die schützende Absicht nicht vernachlässigt werden darf, so ist bei diesen Stoffen ein erhöhter Untersuchungsbedarf von Nöten. Einerseits weisen Flammschutzmittel unterschiedlichste Gefahrauswirkungen auf und andererseits sind viele bedauerlicherweise kaum abbaubar. Sie werden in vielen Baustoffen und Ausstattungsgegenständen verwendet, wie z. B. in Dämmstoffen, Lacken, Bodenbelägen, Vorhängen, etc.. Besonders in öffentlichen Gebäuden finden Flammschutzmittel Anwendung. Diese Stoffe finden sich in allen Lebensbereichen wieder. Selbst in der Nahrungskette sind Flammschutzmittel nachgewiesen. In Polystyrolprodukten wurde bis vor kurzem noch HBCD verwendet, wobei dieses hochgiftige Flammschutzmittel seit Jahren europaweit in fast allen anderen Produkten nicht mehr verwendet werden darf. -zurück-

Gesund wohnen und Zusatzstoffe - Die Biozide

Biozide werden gegen Schimmel (Fungizide), Grünbelag (Herbizide) und Bakterien (Bakterizide) eingesetzt. Diese können dementsprechend in Anstrichmittel, Putze und Grundierungen verwendet werden. Mit dem blauen Engel versehene Produkte sind nicht zwingend frei von solchen Stoffen. Der Hinweis in den technischen Merkblättern und Sicherheitsdatenblättern ist gesetzlich vorgegeben. Doch sind detailierte Auskünfte wiederum spärlich zu finden. -zurück-

Sind Holzschutzmittel wohngesund?

Im Gebäudeinneren sind Holzschutzmittel inzwischen verboten. Hauptsächlich wird hier von Fungiziden, Mittel gegen Schimmel, und Insektiziden, Mittel gegen Insekten, gesprochen. Hersteller wurden dazu aufgefordert neue Holzschutzmittel zu entwickeln, nachdem Verwendungsverbote von toxischen Stoffen wie PCP und Lindan in Kraft getreten sind. Doch auch das neuentwickelte Propiconazol hat teilweise schon zu erheblichen, gesundheitlichen Belastungen geführt. Neue Chemikalien müssen erprobt werden und birgen das Riskio ungesunde Wirkungen hervorzurufen, welche es auszuschließen gilt.

Einige Schwierigkeiten entstehen durch Ausnahmen, wie im Fall von Türen- und Fensterfarben bzw. Türen- und Fensterlacken. Hier werden die Innenseiten von Türen und Fenstern nicht zum Innenraum hinzugezählt. Somit können jene kritischen Stoffe wieder in die Innenraumluft entweichen. -zurück-

wohngesunde, wasserbasierte Lasuren bei Malerversand:

 

Trockenbau und Wohngesundheit - ist das selbstverständlich?

Auch bei Produkten mit Zement und Gips kann und wird mit Zusatzstoffen gearbeitet. Somit ist die Frage der Ausgasung von kritischen Stoffen ebenfalls zu stellen. Firmen wie Fermacell und Epasit gehören zu jenen wenigen Firmen, die durch Ihre Informationsauskunft bei Bewertungen hervorstechen. Das Ziel sind ebenfalls emissionsfreie bzw. -arme Produkte. -zurück-

Wohngesunde Trockenbauprodukte bei Malerversand:

Wohngesundheit bei Malerversand

Falls Sie noch offene Fragen haben, steht für Sie von Montag bis Freitag zwischen 7:00 Uhr und 16:00 Uhr unsere Kundenbetreuung unter 0766-3834971 bereit. Alternativ erreichen Sie uns ebenfalls per E-mail unter service@malerversand.de!