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Ratgeber: Schimmel - Verstehen, vermeiden und entfernen!

Schimmelentfernung - ein immer wiederkehrendes Thema, besonders im Herbst und Winter! Als Ihr Fachhandel für das Malerhandwerk liegt es uns am Herzen Ihnen hierbei fachlich-informativ beizustehen! Der Ratgeber beginnt mit der Entstehung von Schimmel, den Orten des Befalls und der Erkennung von Schimmel. Der Abschnitt zur Vermeidung von Schimmel behandelt die Themen des Lüftens, der Raumluftfeuchte sowie konstruktive als auch raumgestalterische Maßnahmen. Abgerundet wird dieser Ratgeber zur Schimmelvermeidung und -entfernung mit Hinweisen zur Anwendung der Reinigungsmittel und führt abschliessend zur thematisch sortierten Produktauswahl. Viel Freude und Mehrwert beim Lesen, Ihre Malerversand-Mannschaft!

Enstehung von Schimmel, die Orte des Schimmelbefalls und das Erkennen von Schimmel

In diesem Abschnitt erläutern wir Ihnen die Zusammenhänge des Schimmelbefalls, sodass Sie die Maßnahmen zur Vermeidung und Entfernung besser nachvollziehen können.

Was begünstigt die Entstehung von Schimmel?

Grundsätzlich ist Feuchtigkeit eine Ursache für Schimmelentstehung. Hierbei sollte zwischen unterschiedlichen Zusammenhängen unterschieden werden. Einerseits ist das Verhalten der Bewohner in Betracht zu ziehen, andererseits die Bausubstanz an sich. Durch entsprechendes Heiz- und Lüftungsverhalten kann der Bewohner viel Einfluss auf die Entstehung von Schimmel nehmen. Doch sollte die Bausubstanz durch mangelhafte Planung bzw. Ausführung Problembereiche beinhalten, so ist hier schon ein grundsätzlicher Fehler unterlaufen.

Wo entsteht Schimmel?

Um die befallenen Stellen zu finden, ist eine Ursachenbetrachtung hilfreich, welche durch die folgenden Beispiele veranschaulicht werden soll. Durch diese fachlich versierte Betrachtung ihrer Räumlichkeiten sollen sie somit gezielter handeln können.

Als klassischer Ausführungsfehler gilt die eingeschlossene Baurestfeuchte. Diese soll bei Neubauten anständig entweichen können, sodass die zukünftigen Bewohner nicht mit einer von Anfang an zu hohen Feuchtigkeit im Innenbereich konfrontiert werden. Falls darauf nicht geachtet wurde, können an unterschiedlichsten Stellen Befalle eintreten. Ob eine Reinigung überhaupt noch zielführend ist, muss begutachtet werden. In einigen Fällen müssen nennenswerte Bauteile komplett entfernt werden. Weitere Beispiele für die Ausführung sind insbesondere jene, die den Wasserabflussverlauf nicht fachgerecht gewährleisten. Eine defekte Fassadenbeschichtung, Fehlstellen in der Bedachung, Staunäße im Baugrund durch unzureichende Drainage oder gar drückendes Wasser durch eine Böschung - Sie sehen, einiges muss bei der Planung bedacht werden.

Ein weiterer typischer Planungsfehler ist eine unzureichende Wärmedämmung. Das kann sich auf einzelne, womöglich sogar kritische Bereiche beschränken, oder das gesamte Gebäude betreffen. Der Energieverlust ist nicht die einzige Konseqzenz. Der Taupunktbereich verschiebt sich in Richtung des Gebäudeinneren, wodurch sich die Feuchtigkeit umso eher in der Konstruktion bzw. sogar an der Wandinnenseite niederschlägt. Besonders betroffen sind Ecken von Wandstößen.

Wasseransammlung im Innenbereich durch mangelhaftes Nutzerverhalten zeigt sich am ehesten in Feuchtbereichen. Dazu zählen Bäder, Küchenbereiche und Kellerräume. Insofern die Feuchtigkeit nicht entweichen kann, sind besonders kältere Außenwände gefährdet. Schimmel setzt sich dann auch an Stellen mit unglücklich positioniertem Mobiliar an. An jenen Stellen ist die Durchlüftung unzureichend.

Wie erkenne ich Schimmel?

Eine Gefahr bei Schimmelbefall ist der Umstand, dass nicht alle Schimmelarten direkt ins Auge stechen. Beispielsweise ist die Sichtbarkeit beim sogenannten weißen Schimmel entscheidend geringer als beim schwarzen, grünen bzw. gelben Schimmel. Jene schwersichtbare Arten können nur mittels Laboranalysen festgestellt werden. Verzögertes Entdecken geschieht auch deswegen, weil Schimmel an versteckten Stellen hinter Mobiliar entsteht.

Die Anwesenheit von Lästlingen kann auf Schimmel hinweisen. Insekten mögen feuchte Bereiche, wodurch sie als Indikator wirken können. Die Bezeichnung Lästlinge deutet an, das jene Insekten lästig sind, jedoch keine Gefahr darstellen. Desweiteren weisen Milben auf einen Schimmelbefall hin, da diese sich von Schimmelpilzen ernähren.

Zuletzt können Gerüche auf einen Befall hinweisen. Ein typischer Geruch ist all zu oft ein modriger Waldbodengeruch. Die Bezeichnung Kartoffelkeller ist in diesem Zusammenhang erwähnenswert. Die Gerüche können von übel stechendem bis zu sehr erdigem Geruch reichen. Weitere bekannte Vergleiche sind jene mit den Gerüchen von stinkenden Socken bzw. dem Ausdruck muffig. Heutzutage arbeiten Fachbegutachter mit Unterteilungen der Gerüche in bis zu 20 unterschiedlichen Arten.

Schimmelvorbeugung - Wie vermeide ich Schimmelbildung?

Das richtige Lüften ist entscheidend!

Durch das richtige Lüftungsverhalten können die Bewohner tatkräftig der Schimmelentstehung entgegen wirken. Stoßlüften ist dem Dauerlüften vorzuziehen. Stoßlüften mit gegenüber liegenden Öffnungen durch Fenstern und Türen ist die effektivste Form. Dabei wird innerhalb kürzester Zeit die Raumluft ausgetauscht und die Auskühlung der Gebäudehülle ist somit gering. Währenddessen sollen die Heizungen nicht ausgeschaltet werden. Typische Schimmelschäden an Außenfassaden sind auf das Dauerlüften mit gekippten Fenster zurückzuführen. Als Orientierung zur Lüftungsdauer können folgende Angaben verwendet werden:

Lufttemperatur außen>= 10 °C5 °C- 5 °C
Lüftungdauer 10 Minuten 5 bis 7 Minuten 3 Minuten

Empfehlungen zur Raumluftfeuchte

Das Achten auf die Innenluftfeuchte ist eine weitere Maßnahme, die vom Nutzer berücksichtigt werden kann, um Schimmelbefall zu vermeiden. Eine Raumluftfeuchte mit relativer Luftfeuchte von 60 % wird als kritisch bezeichnet. Die Schimmelbildung wird gefördert. Wiederum wird bei 80 % von Schimmelbildung ausgegangen. Weitere interessante Angaben sind jene bei Minustemperaturen im Winter. Hier wird insbesondere für Altbauten keine dauerhafte, relative Luftfeuchte von über 45 - 50 % empfohlen. Mit dem Hinweis auf Altbauten wird berücksichtigt, dass jene Baustile keine so starke Wärmedämmung aufweisen wie heutzutage.

Konstruktive und raumgestalterische Maßnahmen

Um die Luftzirkulation in Räumen zu gewährleisten, sind Abstände zwischen dem Mobiliar - hierzu zählen auch bodenlange Gardinen - und den Wänden zwingend notwendig. Umso wichtiger ist dieser Umstand bei den kälteren Außenwänden. Betten, Schränke, Regale, Kommoden, etc. sollten immer einen Abstand von drei bis sechs Zentimetern zu den Wänden aufweisen. Hausecken sind als geometrische Schwachstellen zu betrachten. In diesem Bereich ist dieser Sachverhalt umso relevanter, da an diesen Stellen schimmelfördernde Umstände am ehesten enstehen können.

Zum Beispiel sind Holzpaneele und Gipskartonplatten als Verkleidung an kalten Außenwänden kontrapoduktiv. Verkleidungswerkstoffplatten, welche Feuchtigkeit gut aufnehmen, sind in jenen Raumbereichen ungeeignet. Das selbe gilt auch für Tapeten, die noch dazu in Nassräumen bzw. -bereichen, wie in der Küche, fehl am Platz sind. Rein mineralische Putze und Farben bieten tolle Alternativen, die mit ihrem basischen Bindemittel eine lebensfeindliche Grundlage für Schimmel bieten. Verständlicherweise hat ein hauchdünner Farbanstrich an Silikatfarbe einen bei weitem geringere und kürzere Wirkungsdauer als ein 1,0 bis 3,0 Zentimeter starker Putzauftrag. Letzter bietet auch eine positive Wirkung auf das Raumklima durch die Auf- und Abgabefähigkeit von Feuchtigkeit aus der Raumluft.

Wie und mit welchen Mitteln bekämpfe ich Schimmel?

Biozide sind kein Allheilmittel gegen Schimmel. Hierbei ist Achtsamkeit und ein bewusster Umgang notwendig. Bei der Anwendung setzt sich der Benutzer Chemikalien aus, die über die Raumluft transportiert werden und somit sind Schutzmaßnahmen zwingend notwendig. Dazu gehören Atemschutzmasken, Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille gegen spritzende Tropfen. Desweiteren ist auf eine zureichende Belüftung zu achten, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.

In einigen Schimmelentfernern ist Chlor bzw. Aktivchlor enthalten. Hierbei gelten die selben Sicherheitsvorkehrungen wie bei den Schimmelentfernern mit Bioziden. Sollten Menschen mit erhöhter Sensibilität oder Allergiker betroffen sein, ist umso mehr Vorsicht walten zu lassen.

Wie bei Essig bzw. Essigessenz sind einige biologische Biozide als Reinigungsmittel zu vermeiden. Diese bieten mit ihren Inhalten einen nachträglichen Nährboden für die Wiederentstehung von Schimmel.

Beim Schimmel bekämpfen sollen die Sporen nicht im Raum verteilt werden. Dementsprechend ist je nach Größe des Befalls ein sauberes Abkleben des Umfeldes zu empfehlen. Hierfür werden Sie in unserem Sortiment mit einer grossen Auswahl an Abdeckmaterial und Klebebänder versorgt. Die Bereiche werden nicht abgebürstet, um eine Sporenstreuung zu vermeiden. Die Wirkungsdauer der Reinigungsmittel ist stets zu beachten!

Entferner zum Schimmel bekämpfen und weitere Produkte passend zum Thema bei Malerversand

Zusätzlich zu unserer Vorschau an passenden Artikeln am Ratgeberende haben wir Ihnen einige Produkt themenspezifisch herausgesucht. Dabei finden Sie von uns zusammengestellte Sets und einzelne Produkte zum Schimmelentfernen, Grundierungen mit isolierender Wirkung gegen zurückgebliebene Flecken nach der Reinigung und zuletzt Anstrichmittel für die Sanierung.

Sets zum Schimmelentfernen

 

Einzelne Produkte zum Schimmelentfernen

 

Grundierungen mit hilfreicher Wirkung

 

Anstrichmittel mit Schimmel hemmender Wirkung

 

Falls Sie noch offene Fragen haben, steht für Sie von Montag bis Freitag zwischen 7:00 Uhr und 16:00 Uhr unsere Kundenbetreuung unter 07663-834971 bereit. Alternativ erreichen Sie uns ebenfalls per E-mail unter service@malerversand.de!

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