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Holzschutz im Außenbereich – Tipps und Tricks

Aktuell zum Frühjahr zieht es immer mehr Menschen in den Garten. In den deutschen Gärten geht der Trend aktuell wieder zum Holz – ob als Gartenzaun, Gartenstuhl, Gartenhaus, Terrasse oder Carport. In immer mehr Außenbereichen finden wir den altbewährten Baustoff. Doch umso wichtiger ist es, das verwendete Holz vor den Umwelteinflüssen wie Wind, Regen und Sonne aber auch vor ungewollten natürlichen Schädlingen wie Bakterien, Pilzen und Insekten zu schützen.

Damit Sie sich langfristig an Ihrem Holz erfreuen wollen wir in unserem Blogbeitrag einmal auf die wichtigsten Dinge eingehen, die es zu beachten gilt und Tipps geben wie Sie ihr Holz am besten schützen.

Holz schützen vor Wind und Wetter

Besonders im Außenbereich ist Ihr Holz permanent unter Belastung. UV-Strahlen können Ihr Holz verblassen und spröde werden lassen, Feuchtigkeit lässt Ihr Holz aufweichen und instabil werden, Pilze und Insekten können Ihr Holz langsam aber sicher auffressen. Der richtige und notwendige Schutz wirkt hier entgegen. Wichtig: wenn möglich und erforderlich in regelmäßigen Abständen! Je nach Belastung raten wir zur jährlichen Pflege ihrer Hölzer. Aber auch alle 2 Jahre bei Dünnschicht-Lasuren und alle 5 Jahre bei Dickschicht-Lasuren, sofern diese nicht abblättern, können vollkommen ausreichend sein.

Holz im Garten schützen mit Lacken und Lasuren

Sehr wortähnlich doch durchaus sehr unterschiedlich. Holzlack und Holzlasur unterscheiden sich besonders in ihren Eigenschaften. Der Holzlack bildet eine Oberflächenschicht und dringt wenig bis kaum in das Holz ein. Es entsteht eine dickere Schutzschicht als bei der Lasur. Die Holzlasur hingegen dringt tiefer in das Holz ein, schützt und pflegt von innen. Grundsätzlich gibt es keine Faustregel wann eine Lasur und wann ein Lack verwendet werden soll. Die Tendenz geht zur Verwendung einer Lasur im Außenbereich und dem Lack im Innenbereich. Sowohl der Lack als auch die Lasur gibt es in einigen verschiedenen Farben. Je nach Wunsch über das Außen können Sie ihrem Holz ein neues Aussehen verleihen, aber auch den Naturholzton verstärken, mit einer transparenten Variante. Lacke sind aufgrund der höheren Feststoffanzahl meist deutlich deckender und Lasuren lassen die natürliche Holzmaserung und den natürlichen Farbton Ihres Holzes stärker durchscheinen.

Holz schützen mit Holzschutzöl

Holzschutzöl oder Holzöl bietet die Möglichkeit Holz vor Austrocknung und Rissbildung zu schützen. Ein weiterer Effekt ist die Verhinderung des Vergrauens des Holzes. Durch das Holzschutzöl wird die Haltbarkeit des Holzes deutlich verlängert.
Beliebte Anwendungsgebiete für Holzschutzöle sind Holzmöbel, Gartenmöbel aber auch Terassendielen.

Worauf ist zu achten: Holz vorbehandeln!

Ob Lasur oder Lack – das zu streichende Holz brauch in den meisten Fällen eine Vorbehandlung. Oftmals heißt es: alte Lackschichten entfernen damit die neue Lackschicht guten Halt findet und keine Unregelmäßigkeiten entstehen. Aber auch wenn keine Beschichtung zu sehen ist, sollten Sie das Holz mit etwas Schleifpapier aufrauen damit der Lack besseren Halt findet. Nicht weniger wichtig ist es bei der Lasur, damit diese tief in die Holzporen eindringen kann und ihre maximale Eindringtiefe erreicht muss das Holz zuvor ebenfalls mit Schleifpapier aufgeraut werden. So kann die Pflege- und Schutzfunktion ihre bestmögliche Wirkung entfalten - Ihr Holz dankt es Ihnen.

Je nach Holzart empfehlen wir zusätzlich vor dem Auftragen einer Holzlasur oder eines Holzlacks eine Holzimprägnierung, diese jedoch nur im Außenbereich und meist nur bei unbehandelten Hölzern. Das Holz erhält zusätzlich Schutz vor eindringender Feuchtigkeit.

Wie Sie Holzschutz richtig auftragen

Holzstuhl streichen

Nach der Wahl des richtigen Holzschutzes heißt es: Auftragen. Hier ist die wohl wichtigste Regel, streichen Sie mit dem richtigen Pinsel entlang der Holzmaserung. So kann bereits während dem Auftragen dazu beigetragen werden, dass die Holzlasur optimal in das Holz eindringen kann. Auch optisch kann es einen Unterschied machen, ob Sie gegen oder mit der natürlichen Holzmaserung streichen.

Je nach Holzschutz empfehlen wir Schutzhandschuhe zu tragen und in jedem Fall die Warnhinweise bei chemischen Holzschutzmitteln zu beachten.

Die verschiedenen Holzschutzarten im Überblick

Chemischer und physikalischer Holzschutz

Unter chemischem Holzschutz versteht man Holzschutzmittel mit Fungiziden, Bioziden und Insektiziden. Sie dienen ausschließlich dem Schutz vor natürlichen Schädlingen und können gegen Sonne, Wind und regen nicht ausrichten. Der physikalische Holzschutz hingegen versiegelt das Holz, macht es wasserabweisend und verhindert so das Eindringen von Schmutz oder Feuchtigkeit. Auch vor mechanischer Oberflächenbeschädigung kann ein Holzlack gut schützen. Dieser physikalische Holzschutzfilm kann ebenso leicht vor einem Schädlingsbefall schützen.

Thermischer Holzschutz

Im Vergleich zur chemischen und physikalischen Behandlung wird bei einer thermischen Behandlung das Holz anders geschützt. Dem Holz wird durch starkes Erhitzen Sauerstoff entzogen und bei anschließender Hitzebehandlung zersetzen sich im Holz enthaltener Mehrfachzucker. Eine molekulare Veränderung des Holzes macht es besonders witterungsbeständig und schädlingsresistent. Eine moderne Holzkonservierung für industriell verwendetes Holz – weniger eine Holzschutzmaßnahme für den Gartengebrauch.

Natürlicher Holzschutz

Der natürliche Holzschutz ist bereits je nach Holzart stärker oder schwächer gegeben. Jede Holzart hat eigene natürliche Eigenschaften welche für unterschiedliche Zwecke genutzt werden können. Oftmals wird eine Unterscheidung anhand der im Holz enthaltenen natürlichen Giftstoffe vorgenommen. Teakholz z.B. enthält eine hohe Anzahl an giftigen Stoffen und ist somit von Natur aus bereits gut gegen Insektenbefall geschützt.

Die Anleitung zum Lasieren:

Bevor wir die einzelnen Schritte des Lasierens durchgehen, führen wir kurz das benötigte Werkzeug und Zubehör auf. So steht der erfolgreichen Umsetzung Ihres Projekts nichts mehr im Wege.

Benötigte Materialliste zum Lasieren:

  • Schleifpapier (Körnung: 80-120) optional mit Schleifbock oder Schleifmaschine
  • Passender Pinsel
  • Holzlasur oder Holzlack
  • Holzimprägnierung bzw. Grundierung
  • Ggf. Abklebeband

1. Untergrund prüfen und vorbereiten

- Prüfen Sie ob das Holz staubfrei und trocken ist.
- Alte Lacke und dickschichtige Lasuren entfernen.
- Holz anschleifen damit bestmöglicher Halt entsteht.

2. Ggf. Imprägnierung auftragen

Bei zuvor unbehandeltem Holz empfehlen wir eine besondere Holzpflege. Eine Holzimprägnierung zieht tief in das Holz ein und schützt und pflegt von innen. Wichtig: Eine Holzimprägnierung wirkt nur dann vollständig, wenn sie direkt auf das Holz aufgetragen wird.

3. Übergänge abkleben

Damit nicht-zu-streichende Stellen geschützt bleiben sollten Sie unter Umständen anliegende Bereiche abkleben.

4. Holzlasur mit Lasurpinsel auftragen

Achten Sie beim Auftragen darauf, das Sie mit der Maserung streichen und verteilen Sie den Holzschutz gleichmäßig. Es können mehrere Schichten nacheinander aufgetragen werden.

5. Nötige Trocknungszeit beachten

Die Trocknungszeiten liegen bei den meisten Produkten im Bereich von einigen Stunden. Auch sollten Sie darauf achten, dass während der Trocknungsphase keine Feuchtigkeit auf das Holz gelangt, um so eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten.

 

Sie sind sich bei der Auswahl des geeigneten Holzschutz nicht sicher oder Sie benötigen Hilfe bei Ihrem Projekt? Dann melden Sie sich gerne unter unserer Service-Hotline 07663-8342971. Sie erreichen uns montags bis freitags von 7:30 bis 15 Uhr. Wir empfehlen Ihnen ebenfalls den kostenlosen Newsletter von Malerversand.de zu abonnieren. Nur so können wir Ihnen garantieren, dass Sie keine Verarbeitungshinweise, Anleitungen und Gutscheine für unseren Onlineshop verpassen. Tragen Sie sich jetzt für Ihren Newsletter kostenfrei ein und wir halten Sie auf dem Laufenden! Hier geht's zum Newsletter!

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